Technische Vorteile
Darüberhinaus sprechen zahlreiche technische Gründe dafür, sich als Programmierer mit freier Software zu befassen.
Als Programmierer hat man sich an einige Ärgernisse seines Arbeitsalltags gewöhnt. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um Naturgesetze, sondern um Folgen der Geheimhaltung der Quelltexte.
* Proprietäres Betriebssystem: Das Wissen des Programmierers über das, was sein Programm bewirkt, endet an der Schnittstelle zum Betriebssystem. Eventuelle Fehler und Unzulänglichkeiten im Betriebssystem entziehen sich dem Zugriff. Man kann versuchen, darum herumzuprogrammieren, was aber zu hoher Komplexität und Fehleranfälligkeit führt.
* Proprietäre Programmierwerkzeuge und Bibliotheken: Hier kommt noch hinzu, daß eine Anpassung an neue Hardware- und Software-Umgebungen – beispielsweise an ein anderes Betriebssystem – nur durch den Hersteller erfolgen kann. In der Praxis stellt dies meistens ein unüberwindbares Hindernis dar.
* Aufgegebene Produktlinien: Wird ein proprietäres Software-Produkt – beispielsweise ein Textverarbeitungsprogramm, ein Compiler oder auch ein ganzes Betriebssystem – von seinem Hersteller aufgegeben, so stirbt es zwangläufig, da kein anderer es ohne Quelltext weiter pflegen kann. Alles Wissen, das man darüber angesammelt hat, geht dabei mit verloren. Dasselbe gilt für mit dem Textverarbeitungsprogramm geschriebene Texte sowie für mit dem Compiler oder für das Betriebssystem geschriebene Programme.
Der wirtschaftliche Schaden, der durch diese eigentlich überflüssige Zusatzarbeit täglich entsteht, ist immens. Freie Software hilft, ihn zu vermeiden.
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