Samstag, 27. Februar 2010
OpenOffice.org
Samstag, 20. Februar 2010
Quelltext – Voraussetzung für Sicherheit
Ein weiterer Grund, weshalb Sie als „reiner Anwender“ ein Interesse daran haben sollten, daß der Quelltext der von Ihnen verwendeten Software offengelegt ist, lautet: Qualität durch ständige Kontrolle. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn es um Computer-Sicherheit geht.
Viele Anbieter von Sicherheits-Software werben mit Aussagen des Typs „besonders sicher dank streng gehüteter Geheimformel“.
Diese Vorstellung von Sicherheit durch Geheimhaltung (“security by obscurity”) ist ein Trugschluß. Ein Angreifer mit genügend Zeit und krimineller Energie findet Schwachstellen auch ohne Zugriff auf den Quelltext, oder er besorgt sich diesen auf illegale Weise. Unabhängige Sicherheitsexperten hingegen müssen sich an die Gesetze halten und werden durch die Geheimhaltung wesentlich behindert.
Ein derart komplexes System wie Software kann nur durch ständige Qualitätskontrolle durch möglichst viele unabhängige Experten das größte erreichbare Maß an Fehlerfreiheit und Sicherheit erlangen. Natürlich ist auch freie Software in dieser Hinsicht kein automatisch wirksames Wundermittel, sie schafft aber wichtige Voraussetzungen.
Auch wenn Sie also mit dem Quelltext der Software nicht direkt etwas anfangen können, dient er Ihnen als Zertifikat für die Qualität, Sicherheit und Zukunftssicherheit der Software.
Viele Anbieter von Sicherheits-Software werben mit Aussagen des Typs „besonders sicher dank streng gehüteter Geheimformel“.
Diese Vorstellung von Sicherheit durch Geheimhaltung (“security by obscurity”) ist ein Trugschluß. Ein Angreifer mit genügend Zeit und krimineller Energie findet Schwachstellen auch ohne Zugriff auf den Quelltext, oder er besorgt sich diesen auf illegale Weise. Unabhängige Sicherheitsexperten hingegen müssen sich an die Gesetze halten und werden durch die Geheimhaltung wesentlich behindert.
Ein derart komplexes System wie Software kann nur durch ständige Qualitätskontrolle durch möglichst viele unabhängige Experten das größte erreichbare Maß an Fehlerfreiheit und Sicherheit erlangen. Natürlich ist auch freie Software in dieser Hinsicht kein automatisch wirksames Wundermittel, sie schafft aber wichtige Voraussetzungen.
Auch wenn Sie also mit dem Quelltext der Software nicht direkt etwas anfangen können, dient er Ihnen als Zertifikat für die Qualität, Sicherheit und Zukunftssicherheit der Software.
Vorteile Freie Software
Technische Vorteile
Darüberhinaus sprechen zahlreiche technische Gründe dafür, sich als Programmierer mit freier Software zu befassen.
Als Programmierer hat man sich an einige Ärgernisse seines Arbeitsalltags gewöhnt. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um Naturgesetze, sondern um Folgen der Geheimhaltung der Quelltexte.
* Proprietäres Betriebssystem: Das Wissen des Programmierers über das, was sein Programm bewirkt, endet an der Schnittstelle zum Betriebssystem. Eventuelle Fehler und Unzulänglichkeiten im Betriebssystem entziehen sich dem Zugriff. Man kann versuchen, darum herumzuprogrammieren, was aber zu hoher Komplexität und Fehleranfälligkeit führt.
* Proprietäre Programmierwerkzeuge und Bibliotheken: Hier kommt noch hinzu, daß eine Anpassung an neue Hardware- und Software-Umgebungen – beispielsweise an ein anderes Betriebssystem – nur durch den Hersteller erfolgen kann. In der Praxis stellt dies meistens ein unüberwindbares Hindernis dar.
* Aufgegebene Produktlinien: Wird ein proprietäres Software-Produkt – beispielsweise ein Textverarbeitungsprogramm, ein Compiler oder auch ein ganzes Betriebssystem – von seinem Hersteller aufgegeben, so stirbt es zwangläufig, da kein anderer es ohne Quelltext weiter pflegen kann. Alles Wissen, das man darüber angesammelt hat, geht dabei mit verloren. Dasselbe gilt für mit dem Textverarbeitungsprogramm geschriebene Texte sowie für mit dem Compiler oder für das Betriebssystem geschriebene Programme.
Der wirtschaftliche Schaden, der durch diese eigentlich überflüssige Zusatzarbeit täglich entsteht, ist immens. Freie Software hilft, ihn zu vermeiden.
Darüberhinaus sprechen zahlreiche technische Gründe dafür, sich als Programmierer mit freier Software zu befassen.
Als Programmierer hat man sich an einige Ärgernisse seines Arbeitsalltags gewöhnt. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um Naturgesetze, sondern um Folgen der Geheimhaltung der Quelltexte.
* Proprietäres Betriebssystem: Das Wissen des Programmierers über das, was sein Programm bewirkt, endet an der Schnittstelle zum Betriebssystem. Eventuelle Fehler und Unzulänglichkeiten im Betriebssystem entziehen sich dem Zugriff. Man kann versuchen, darum herumzuprogrammieren, was aber zu hoher Komplexität und Fehleranfälligkeit führt.
* Proprietäre Programmierwerkzeuge und Bibliotheken: Hier kommt noch hinzu, daß eine Anpassung an neue Hardware- und Software-Umgebungen – beispielsweise an ein anderes Betriebssystem – nur durch den Hersteller erfolgen kann. In der Praxis stellt dies meistens ein unüberwindbares Hindernis dar.
* Aufgegebene Produktlinien: Wird ein proprietäres Software-Produkt – beispielsweise ein Textverarbeitungsprogramm, ein Compiler oder auch ein ganzes Betriebssystem – von seinem Hersteller aufgegeben, so stirbt es zwangläufig, da kein anderer es ohne Quelltext weiter pflegen kann. Alles Wissen, das man darüber angesammelt hat, geht dabei mit verloren. Dasselbe gilt für mit dem Textverarbeitungsprogramm geschriebene Texte sowie für mit dem Compiler oder für das Betriebssystem geschriebene Programme.
Der wirtschaftliche Schaden, der durch diese eigentlich überflüssige Zusatzarbeit täglich entsteht, ist immens. Freie Software hilft, ihn zu vermeiden.
Die GNU General Public License – die Allgemeine Öffentliche GNU-Lizenz – ist eine freie Copyleft-Lizenz für Software und andere Arten von Werken.
Die meisten Lizenzen für Software und andere nutzbaren Werke sind daraufhin entworfen worden, Ihnen die Freiheit zu nehmen, die Werke mit anderen zu teilen und zu verändern. Im Gegensatz dazu soll Ihnen die GNU General Public License die Freiheit garantieren, alle Versionen eines Programms zu teilen und zu verändern. Sie soll sicherstellen, daß die Software für alle ihre Benutzer frei bleibt. Wir, die Free Software Foundation, nutzen die GNU General Public License für den größten Teil unserer Software; sie gilt außerdem für jedes andere Werk, dessen Autoren es auf diese Weise freigegeben haben. Auch Sie können diese Lizenz auf Ihre Programme anwenden.
Wenn wir von freier Software sprechen, so beziehen wir uns auf Freiheit, nicht auf den Preis. Unsere Allgemeinen Öffentlichen Lizenzen sind darauf angelegt, sicherzustellen, daß Sie die Freiheit haben, Kopien freier Software zu verbreiten (und dafür etwas zu berechnen, wenn Sie möchten), die Möglichkeit, daß Sie die Software als Quelltext erhalten oder den Quelltext auf Wunsch bekommen, daß Sie die Software ändern oder Teile davon in neuen freien Programmen verwenden dürfen und daß Sie wissen, daß Sie dies alles tun dürfen.
Um Ihre Rechte zu schützen, müssen wir andere daran hindern, Ihnen diese Rechte zu verweigern oder Sie aufzufordern, auf diese Rechte zu verzichten. Aus diesem Grunde tragen Sie eine Verantwortung, wenn Sie Kopien der Software verbreiten oder die Software verändern: die Verantwortung, die Freiheit anderer zu respektieren.
Wenn Sie beispielsweise die Kopien eines solchen Programms verbreiten – kostenlos oder gegen Bezahlung – müssen Sie an die Empfänger dieselben Freiheiten weitergeben, die Sie selbst erhalten haben. Sie müssen sicherstellen, daß auch die Empfänger die Software im Quelltext erhalten bzw. den Quelltext erhalten können. Und Sie müssen ihnen diese Bedingungen zeigen, damit sie ihre Rechte kennen.
Software-Entwickler, die die GNU GPL nutzen, schützen Ihre Rechte in zwei Schritten: (1) Sie machen ihr Urheberrecht (Copyright) auf die Software geltend, und (2) sie bieten Ihnen diese Lizenz an, die Ihnen das Recht gibt, die Software zu vervielfältigen, zu verbreiten und/oder zu verändern.
Um die Entwickler und Autoren zu schützen, stellt die GPL darüberhinaus klar, daß für diese freie Software keinerlei Garantie besteht. Um sowohl der Anwender als auch der Autoren Willen erfordert die GPL, daß modifizierte Versionen der Software als solche gekennzeichnet werden, damit Probleme mit der modifizierten Software nicht fälschlicherweise mit den Autoren der Originalversion in Verbindung gebracht werden.
Manche Geräte sind daraufhin entworfen worden, ihren Anwendern zu verweigern, modifizierte Versionen der darauf laufenden Software zu installieren oder laufen zu lassen, wohingegen der Hersteller diese Möglichkeit hat. Dies ist grundsätzlich unvereinbar mit dem Ziel, die Freiheit der Anwender zu schützen, die Software zu modifizieren. Derartige gezielte mißbräuchliche Verhaltensmuster finden auf dem Gebiet persönlicher Gebrauchsgegenstände statt – also genau dort, wo sie am wenigsten akzeptabel sind. Aus diesem Grunde wurde diese Version der GPL daraufhin entworfen, diese Praxis für diese Produkte zu verbieten. Sollten derartige Probleme substantiell auf anderen Gebieten auftauchen, sind wir bereit, diese Regelung auf diese Gebiete auszudehnen, soweit dies notwendig ist, um die Freiheit der Benutzer zu schützen.
Schließlich und endlich ist jedes Computerprogramm permanent durch Software-Patente bedroht. Staaten sollten es nicht zulassen, daß Patente die Entwicklung und Anwendung von Software für allgemein einsetzbare Computer einschränken, aber in Staaten, wo dies geschieht, wollen wir die spezielle Gefahr vermeiden, daß Patente dazu verwendet werden, ein freies Programm im Endeffekt proprietär zu machen. Um dies zu verhindern, stellt die GPL sicher, daß Patente nicht verwendet werden können, um das Programm nicht-frei zu machen.
Die meisten Lizenzen für Software und andere nutzbaren Werke sind daraufhin entworfen worden, Ihnen die Freiheit zu nehmen, die Werke mit anderen zu teilen und zu verändern. Im Gegensatz dazu soll Ihnen die GNU General Public License die Freiheit garantieren, alle Versionen eines Programms zu teilen und zu verändern. Sie soll sicherstellen, daß die Software für alle ihre Benutzer frei bleibt. Wir, die Free Software Foundation, nutzen die GNU General Public License für den größten Teil unserer Software; sie gilt außerdem für jedes andere Werk, dessen Autoren es auf diese Weise freigegeben haben. Auch Sie können diese Lizenz auf Ihre Programme anwenden.
Wenn wir von freier Software sprechen, so beziehen wir uns auf Freiheit, nicht auf den Preis. Unsere Allgemeinen Öffentlichen Lizenzen sind darauf angelegt, sicherzustellen, daß Sie die Freiheit haben, Kopien freier Software zu verbreiten (und dafür etwas zu berechnen, wenn Sie möchten), die Möglichkeit, daß Sie die Software als Quelltext erhalten oder den Quelltext auf Wunsch bekommen, daß Sie die Software ändern oder Teile davon in neuen freien Programmen verwenden dürfen und daß Sie wissen, daß Sie dies alles tun dürfen.
Um Ihre Rechte zu schützen, müssen wir andere daran hindern, Ihnen diese Rechte zu verweigern oder Sie aufzufordern, auf diese Rechte zu verzichten. Aus diesem Grunde tragen Sie eine Verantwortung, wenn Sie Kopien der Software verbreiten oder die Software verändern: die Verantwortung, die Freiheit anderer zu respektieren.
Wenn Sie beispielsweise die Kopien eines solchen Programms verbreiten – kostenlos oder gegen Bezahlung – müssen Sie an die Empfänger dieselben Freiheiten weitergeben, die Sie selbst erhalten haben. Sie müssen sicherstellen, daß auch die Empfänger die Software im Quelltext erhalten bzw. den Quelltext erhalten können. Und Sie müssen ihnen diese Bedingungen zeigen, damit sie ihre Rechte kennen.
Software-Entwickler, die die GNU GPL nutzen, schützen Ihre Rechte in zwei Schritten: (1) Sie machen ihr Urheberrecht (Copyright) auf die Software geltend, und (2) sie bieten Ihnen diese Lizenz an, die Ihnen das Recht gibt, die Software zu vervielfältigen, zu verbreiten und/oder zu verändern.
Um die Entwickler und Autoren zu schützen, stellt die GPL darüberhinaus klar, daß für diese freie Software keinerlei Garantie besteht. Um sowohl der Anwender als auch der Autoren Willen erfordert die GPL, daß modifizierte Versionen der Software als solche gekennzeichnet werden, damit Probleme mit der modifizierten Software nicht fälschlicherweise mit den Autoren der Originalversion in Verbindung gebracht werden.
Manche Geräte sind daraufhin entworfen worden, ihren Anwendern zu verweigern, modifizierte Versionen der darauf laufenden Software zu installieren oder laufen zu lassen, wohingegen der Hersteller diese Möglichkeit hat. Dies ist grundsätzlich unvereinbar mit dem Ziel, die Freiheit der Anwender zu schützen, die Software zu modifizieren. Derartige gezielte mißbräuchliche Verhaltensmuster finden auf dem Gebiet persönlicher Gebrauchsgegenstände statt – also genau dort, wo sie am wenigsten akzeptabel sind. Aus diesem Grunde wurde diese Version der GPL daraufhin entworfen, diese Praxis für diese Produkte zu verbieten. Sollten derartige Probleme substantiell auf anderen Gebieten auftauchen, sind wir bereit, diese Regelung auf diese Gebiete auszudehnen, soweit dies notwendig ist, um die Freiheit der Benutzer zu schützen.
Schließlich und endlich ist jedes Computerprogramm permanent durch Software-Patente bedroht. Staaten sollten es nicht zulassen, daß Patente die Entwicklung und Anwendung von Software für allgemein einsetzbare Computer einschränken, aber in Staaten, wo dies geschieht, wollen wir die spezielle Gefahr vermeiden, daß Patente dazu verwendet werden, ein freies Programm im Endeffekt proprietär zu machen. Um dies zu verhindern, stellt die GPL sicher, daß Patente nicht verwendet werden können, um das Programm nicht-frei zu machen.
Montag, 15. Februar 2010
Richard Stallman
Richard Matthew Stallman ist ein amerikanischer Aktivist für freie Software, Hacker und Programmentwickler – auch unter seinen Initialen RMS bekannt. Stallman gründete das GNU-Projekt. Ihm wird ein beträchtlicher Anteil am Erfolg von GNU/Linux zugerechnet, und er war der erste Präsident der Free Software Foundation, in deren Rahmen er unter anderem die GNU General Public License entwickelte.
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